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Patriotische Gesellschaft von 1765
Trostbruecke 4-6
20457 Hamburg
Telefon (040) 36 66 19 und (040) 36 66 29
Telefax (040) 37 80 94
Arbeitskreis Auslaenderfragen
Vielvoelkerforum Hamburg
Hamburg, den 22.Mai 1997
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Patriotische Gesellschaft von 1765 laedt Sie zu ihrem
diesjaehrigen
Interreligioesen Dialog
ein, der am
Freitag, 13.06.1997, von 16:00 bis 18:00 Uhr
im Bosnischen Zentrum
Gotenstrasse 14, 20097 Hamburg
(zwischen S-Bahn Berliner Tor und S-Bahn Hammerbrook),
stattfindet.
Die Veranstaltung im Rahmen der interkulturellen Woche, die vom
Hamburger Auslaenderbeauftragten durchgefuehrt wird, steht unter
dem Thema:
Was koennen die Religionen tun,
um den Zusammenprall der Kulturen zu verhindern?
An diesem Gespraech nehmen teil:
Adem Alibalic, Leiter des Bosnischen Zentrums in Hamburg
Pastor Hans-Christoph Gossmann, Arbeitsgemeinschaft christlicher
Kirchen in Hamburg
Monsignore Wilm Sanders, Katholische Akademie Hamburg
Dr.Mauricio Dessauer, Juedische Gemeinde Hamburg
Roland Zimmel, Bahai-Gemeinde Hamburg
Geshe Tubten Ngawang, Tibetisch-Buddhistisches Zentrum
Ahmed Zahoor, Ahmadiyya-Gemeinde Hamburg
Sattari Singh, Sikh-Gemeinschaft Hamburg
Halima Krausen, islamische Theologin
Mehdi Razvi, Imam-Ali-Moschee Hamburg
Abdolkarim Grimm, Deutsche Muslim-Liga Hamburg
Vor dem Hintergrund der jugoslawischen Tragoedie wird darueber diskutiert, wie dem vielfach befuerchteten und vorausgesagten "Zusammenprall der Kulturen" durch eine grosse Koalition der Glaeubigen aus allen Religionsgemeinschaften entgegengewirkt werden kann.
Moderation: Dr.Peter Schuett, Schriftsteller
Zu dieser Veranstaltung laden wir sehr herzlich ein.
gez.Hartmut Ross
Sprecher des Arbeitskreises Auslaenderfragen
der Patriotischen Gesellschaft von 1765
Morgenstern: Wie steht die DML zum interreligioesen Dialog? Ist in dieser Hinsicht etwas geplant, oder hat die interne Arbeit vorerst Vorrang?
Muhammad Abdul-Karim Grimm: Es ist nicht direkt etwas geplant, wenn ich von der Deutschen Muslim-Liga reden soll. Meine Frau und ich, als Privatleute, als Muslime, die frueher nicht organisiert waren, haben von dem Tag an, an dem es uns angeboten wurde, interreligioese Gespraeche zu fuehren, jede Gelegenheit wahrgenommen. Wir sind bei vielen interreligioesen Veranstaltungen zugegen. Wir werden eingeladen, in die aeussersten Winkel Deutschlands zu fahren, und wir gehen dorthin und sprechen mit den Leuten. Warum? Wenn Muslime hier in Deutschland praesent sind, dann muessen sie sich, wie das Wort sagt, praesentieren. Wir brauchen Zeugen. Im Islam ist eine sehr wichtige Institution der Zeuge, der "shahid". Wir sollen Zeugnis ablegen, erstens fuer unseren Glauben, wir sollen uns anbieten zum Gespraech fuer eine angstfreie Zukunft, denn nur Unwissenheit macht den Menschen Angst. Wir haben die Pflicht, die Christen und Juden, die mit uns leben, ebenso wie die anderen Glaeubigen wie Buddhisten und so weiter, ueber den Islam aufzuklaeren, wenn wir gefragt werden. Wir melden uns nirgendwo lautstark zu Wort, sondern antworten, wenn wir gefragt werden. Wir sind praesent und gespraechsbereit. Es gibt unter uns Muslimen, unter unseren deutschen Muslimen viele "Ohnemichel": ohne mich, die interessieren mich nicht, was die da machen, ist ja alles Quatsch und so weiter. So redet der Qur'an nicht, sondern der Qur'an, Gottes Wort, sagt, dass wir miteinander reden muessen - Christen, Juden, Muslime und so weiter - alle, die sich als Glaeubige bezeichnen, und dass sie voneinander Zeugnis ablegen, dass sie es versucht haben, eine angstfreie Zukunft fuer unsere Kinder zu schaffen. Denn Unwissenheit erzeugt Angst, wie ich schon sagte.
Morgenstern: Ist das die Ansicht des Privatmannes, oder ist das jetzt die Ansicht der Deutschen Muslim-Liga oder beides?
Muhammad Abdul-Karim Grimm: Das ist die Ansicht des Privatmannes "und" des Vorsitzenden der Deutschen Muslim-Liga. Jetzt, da ich Vorsitzender der Deutschen Muslim-Liga bin, bin ich besonders engagiert in dieser Weise, dass ich nach Zeugen suche fuer mein Engagement in dem interreligioesen Gespraech.
Auszug aus einem laengeren Interview. Quelle:
Der Morgenstern, 3.Quartal 1997, Seite 38
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